Ein Mann stand vor der Schule und als ich sie betreten wollte, hielt er mich davon ab. „Du darfst erst hinein, wenn du das Rätsel löst“, sagte er mir. Also wollte ich es lösen und bat den Mann, es mir zu stellen. Doch er weigerte sich. „Ich werde erst mit dir reden, wenn du das Rätsel gelöst hast“, sagte er mir. So begann ich zu versuchen, das Rätsel zu lösen, doch des Rätsels Lösung gelang mir nicht. Ich versuchte alles in meiner Macht, aber als die Uhr 4 schlug und der Mann endlich die Tür öffnete, war es bereits zu spät. Zunächst strömte mir die Masse an Schülern entgegen, dann eine Welle an Lehrern. Darunter auch Herr B., mein Lehrer im Fach Chemie. „Wieso erschienst du heute nicht?“, er verachtete mich dafür. Er gestikulierte, als wolle er mich umbringen, und wenn Blicke töten könnten, hätte er dies auch geschafft. Herr B. hasste mich also fortan und wünschte mir den Tod. „Der Mann verweigerte mir den Eintritt“, versuchte ich, mich zu rechtfertigen, doch der Mann legte nur seine Hand auf meine Schulter und sprach: „Es war nicht ich, der dir den Eintritt verweigerte. Schuld, meine Liebe, ist deine Unfähigkeit, ein simples Rätsel zu lösen. Schäm dich!“ Und er ging und verschwand unauffindbar in der Masse.
Helena Vogler, Q13
